Für den Einbruchschutz gibt es jetzt noch mehr Fördermöglichkeiten

Ein guter Einbruchschutz macht es Einbrechern schwer, ins Haus zu kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

 

Aufgebrochene Türen, durchwühlte Schränke: Die Zahl der Wohnungseinbrüche nimmt seit Jahren zu. Schützen kann sich jeder mit entsprechenden Maßnahmen. Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Ab dem 1. April 2016 erweitert die KfW die Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz im Rahmen des Programms "Altersgerecht Umbauen". Eigentümer und Mieter können nun neben Zuschüssen auch zinsgünstige Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit in Anspruch nehmen und bei ihrer Hausbank beantragen. Der Zinssatz beginnt bei 0,75 Prozent (effektiver Jahreszins) - je nach Laufzeit und Zinsbindung steigt er auf 0,85 Prozent. Mieter benötigen für den Umbau natürlich die Zustimmung ihres Vermieters.

 

Zuschüsse für den Einbruchschutz möglich

Daneben existiert weiterhin das Zuschuss-Programm zum Einbruchschutz. So gibt es bis zu 1500 Euro Zuschuss (10 Prozent der förderfähigen Kosten) pro Wohneinheit ausschließlich für Maßnahmen zum Einbruchschutz. Wer sein Heim auch noch altersgerecht umbauen möchte, kann sogar bis zu 6250 Euro Zuschuss (beziehungsweise 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten) für einen kombinierten Umbau beantragen. Der Mindestbetrag für einen Zuschuss beträgt 200 Euro.

 

Was wird gefördert?

Finanzielle Hilfe gibt es für verschiedene einbruchhemmende Hilfsmittel. Wichtig ist immer, den Antrag zu stellen, bevor der Umbau beginnt. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen:

  • Nachrüstsysteme für Fenster (zum Beispiel Pilzkopfverriegelungen)
  • einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren, auch als Nachrüstung
  • enbruchhemmende Gitter und Rollläden
  • Einbau von Türspionen
  • Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen, also zum Beispiel Kamerasysteme
  • Baugebundene Assistenzsysteme wie Gegensprechanlagen.

 

Zahl der Wohnungseinbrüche stark gestiegen

Wie wichtig ein sicherer Einbruchschutz ist, belegt die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland. Sie ist auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren gestiegen. Für das Jahr 2015 weise die Kriminalstatistik 167.136 erfasste Fälle aus. Das sind 9,9 Prozent mehr als im Jahr davor, berichtete "Die Welt" unter Berufung auf die neue Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS). So hoch lag die Zahl der Wohnungseinbrüche demnach zuletzt 1993.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) führt den Anstieg bei Wohnungseinbrüchen auf Personalabbau bei der Polizei zurück. "Die Polizei ist gezwungen, sich aus der Fläche zurückzuziehen. Deshalb hat die Polizei schon Reviere schließen müssen", sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek. Seit 2005 stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche laut GdP um rund 52 Prozent - durchschnittlich geschehe alle drei Minuten ein Einbruch.

(Quelle: T-Online)